Raum der Vielfalt

Vielfalt – in den letzten Jahren am Werner ein großes Thema. Die Schule erhielt bspw. die Auszeichnungen Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage. Aber auch Arbeitsgemeinschaften, wie die Vielfalt-Leben-AG, laufen am Werner. Passend dazu gab es auch ein Projekt von Frau Lissy.

Durch Mitmachaktionen sollte mit den Besucherinnen und Besucher in Dialog getreten werden, um auch etwas über ihre Erfahrungen von Diskriminierung zu ihrer Zeit insb. auch am Werner zu erfahren. Außerdem wollten die Schülerinnen und Schüler herausfinden, wie die Menschen Diskriminierung überhaupt empfinden und für sich definieren. Dafür hängt zum einen ein Zeitstrahl an der Wand, zu dem Ehemalige ihre Erfahrungen von Diskriminierung auf einem Zettel hängen konnten. Dadurch soll deutlich werden, wie sich die Vielfalt am Werner über die Jahre verändert oder vielleicht auch nicht verändert hat.

Auf dem Boden vor dem Raum gab es ein Barometer, welches als Endpunkte die Begriffe Diskriminierung und keine Diskriminierung hatte. Dazu konnten die Besucherinnen und Besucher Folien, auf welchen verschiedene Situationen geschildert wurden, platzieren. Beispiele war u.a. die Mittagsverpflegung einer Ganztagsschule. Ist es diskriminierend, wenn nicht immer drei verschiedene Menüs angeboten werden? Oder ist es diskriminierend, wenn zu einem Fußballturnier aller Mittelschulen der Stadt eine Schule ein Team sucht und dabei jedoch nur Jungen auffordert, daran teilzunehmen? Diese verschiedenen Situationen mussten dann von den Besuchern den Endpunkten in verschiedenen Abstufungen zugeordnet werden. Daraus entstanden interessante Diskussionen.

An der Pinnwand von Raum 111 wurden Begriffskärtchen aufgehangen, welche verschiedene Begriffe für die Besucherinnen und Besucher erklären sollen, wie zum Beispiel Gay, Lesbian, Transsexuell, Intersexuell etc. Auch die Flaggen der LGBTIQ*+-Community wurden erklärt und aufgehangen.

An der Pinnwand im Glasgang wurden die verschiedenen Definitionen von Schönheit und Vielfalt der Besucherinnen und Besucher gesammelt. Und zwar stand die eine Hälfte unter dem Thema „Schönheit ist für mich…“ und die andere Hälfte unter dem Thema „Vielfalt ist für mich…“. So konnten sich Besucherinnen und Besucher hier ein Kärtchen nehmen und anonym ihre Definition von Vielfalt und/oder Schönheit aufschreiben und dazu hängen.

(JH)