Traum der „chinesischen Spezialeinheit“

Ach wie gern würde ich in eine Traumwelt entfliehen. Denn dort macht alles Sinn. Das Verrückteste kann passieren, aber man hinterfragt es nicht.

Das kennt bestimmt jeder. Jeder hat schon einmal etwas total Verrücktes geträumt, ist aufgewacht, und dachte sich, was habe ich da gerade geträumt?
Ich habe auch etwas Total Verrücktes geträumt. Davon will ich euch erzählen.
Wenn ihr auch einmal von euren verrücktesten Träumen erzählen möchtet, dann schreibt uns.

Es fing ganz harmlos an. Ich war im Physikraum mit drei Freunden, und wir haben irgendein Experiment aufgebaut (nicht von Bedeutung). Dabei haben wir einen mehr oder minder versteckten Adventskalender alten Aufzugschacht entdeckt. Als wir da so hineinschauten, wandelte sich der Traum und wir waren in einer alten Fabrikhalle und wir spielen anscheinend Verstecken mit Fangen / „Hide and Seek“. Zum Fangen kam es im Traum nicht, es war eher eine Art Zusammenschnitt. Wir vier liefen immer wieder vor jemandem weg, um uns zu verstecken. Nicht in Panik, sondern eher in einer Mischung aus Spiellaune und Parkour laufen.
Meistens liefen wir über das alte Fabrikdach. Über Holzbohlen und was halt, auf solch einem Dach, zu finden ist. Wir hatten riesigen Spaß dabei. – Ich würde so etwas am liebsten im echten Leben auch einmal machen. – Wir spielten mehrere Runden, wobei der Anfang aber auch das Gefangen werden nie zu sehen war.
Nach einiger Zeit fühlte es sich an, als würden wir uns auf irgendetwas vorbereiten.
Plötzlich gab es einen Zeitsprung und wir waren in einer riesigen Halle, die „chinesisch“ dekoriert war. Die Halle war gefüllt mit Menschen – natürlich waren alle „Chinesen“. Ich stand, mit zahlreichen Kindern von 9 bis 17 Jahren neben mir, im Pulk, aber wir gehörten irgendwie zusammen. Ich gehörte also zu den ältesten.

Eine Art chinesischer Kaiser hält vor dem Publikum eine Begrüßungsrede. Auf chinesisch natürlich – glaube ich zu mindestens. Ich kann kein Chinesisch. Dann rief er auf chinesisch: „Zou ba (走吧)“ – Was übersetzt tatsächlich „los geht’s“ heißt – und es ging los. Wir (die Kinder und ich) liefen zu einem Tor hinaus. Die Menge jubelte. Wir liefen mit Spaß, aber auch dem Ziel, nicht gefangen zu werden. Denn – jetzt erklärt sich so einiges – eine Spezialeinheit ist hinter uns her. Die natürlich nach den „Hide and Seek“ Regeln folgte. Jedoch nicht sofort. Wir hatten etwas Vorsprung.  Ich und viele andere Kinder liefen in einem Turm eine Wendeltreppe hinauf. Ich wollte bis nach ganz oben, um mich auf dem Dach zu verstecken. Ich hatte auch den Plan mich im Aufzugsschacht vom Anfang zu verstecken, denn dort wird mich keiner finden. Aber aus irgendeinem Grund erschein mir die Idee abwegig. Aber ich müsste auch erstmal so weit kommen. Denn ich war nicht gerade unauffällig, hinter mir lief immer noch ein Pulk aus Kindern her. Ich wollte sie loswerden und habe sie weggescheucht bzw. ihnen andere Wege vorgeschlagen. Ich merke, dass nun auch die Spezialeinheit mit ihrer Arbeit begonnen hat. Und ich bin immer noch nicht oben. Hinter mir ist ein besonders nerviges Kind, dass ich nicht abgeschüttelt bekomme. Ich merke/sehe, dass einer oder mehrere der Spezialeinheitsjäger den Turm hinaufkommen. Die Kinder sich hinter mir dezimieren. Ich bin fast oben im Turm. Ich könnte eigentlich gleich über das Dach laufen, wie ich es geübt hatte. Der kleine bremst mich aber immer noch aus. Und der Mann von der Spezialeinheit ist direkt hinter uns.

Ich bin oben am Turm. Ich drehe mich raus. Doch der Jäger ist auch oben. Ich versuche ihm mit einer flinken Drehung zu entkommen. Doch er hat eine Art Paintball-Waffe. Er schießt… aus der Waffe kommen aber keine Farbkugeln, sondern eine Art Mini Post it’s. Ganz viele hintereinander fliegen auf mich zu und es ist ein komisches Gefühl, als sie mich treffen. Ich bin also getroffen. Nach Spielmanier rufe ich natürlich „Treffer“. Aber nicht auf Deutsch, sondern auf Chinesisch. Also rufe ich eigentlich „Zi jong“ was korrekt „Jí zhòng“ geschrieben wird. – Auch wieder korrekt übersetzt, obwohl ich kein Wort Chinesisch sprechen kann. – Da ich getroffen bin, rennt der Mann von der Spezialeinheit weiter, er scheint einen genauen Plan zu haben, wo er hinmuss. Ich begebe mich derweilen auf die Suche nach einem Ausgang. Im nu bin ich beim alten Aufzugsschacht vom Anfang. Ich denke mir „Hätte ich mich mal hier versteckt“ und ich setze mich auf eine Rutsche, die vorher nicht da war, und rutsche sie hinunter. Die Rutsche ist quasi der Ausgang. Sie führt direkt in die große Halle. Die Rutsche ist jedoch nicht aus Hart-PVC, sondern aus einer ewig langen Stoffbahn. Die Menge in der Halle jubelt und ich rutsche direkt auf ein Kissen am Boden, auf dem ich nach dem Landen sofort setze. Ich bin anscheinend der Vierte, der auf einem Kissen sitzt. Ich bin aber nicht der Einzige, der abgerutscht kommt. Von überall her kommen plötzlich Kinder auf Stoffbahnen angerutscht. Die Menge kann sich vor Jubel kaum noch halten. Natürlich Jubeln alle auf chinesisch. – Aber das ist ja kein Problem für mich. – Die eine Frau scheint so etwas zu sagen, wie: „Boah, sind die schnell!“

Der Grund, warum alle so begeistert sind, dass die ganze Runde innerhalb von Minuten vorbei war, ist, dass diese Veranstaltung quasi eine Art Übung bzw. Show war, um zu zeigen, wie schnell und effektiv die chinesische Spezialeinheit ein Riesengebäude räumen und sichern kann.
Dann wache ich langsam auf.
Um ca. 7:00. Viel zu früh am Wochenende.
Ich frage mich: „Was habe ich da Verrücktes geträumt?“ , aber ich merke, das der Traum irgendwie besonders war und ich hole ganz schnell Papier und Stift, um alles auszuschreiben.
Ich schreibe also am Wochenende um 7:00 morgens 6 Seiten über einen verrückten Traum.

Über Adrian B 2 Artikel
Ich bin Adrian Beichler, ich bin jetzt in meinem letzten Jahr auf dem Werner, bin aber trotzdem erst seit kurzem in der Profil. Ich schreibe über verschiedenste Sachen, auf die ich gerade Lust habe, auch wenn ich mich eher im Bereich der Naturwissenschaften Zuhause fühle.