Filmisches Tagebuch

Filmisch wurde hier experimentiert und bis zum letzten Moment geschuftet. Wie sämtliche Dokumentationsprojekte gingen hier die Schülerinnen und Schüler durch die Räume und Projekte, um durch ein paar bewegte Bilder die Projekte bestmöglich darzustellen.

Hierbei unterstützen Herr Glöge und Yoschua Wilm die Schülerinnen und Schüler unter anderem dadurch, dass sie ständig für geladene Akkus sorgten und beratend mit lauter helfenden Tipps zur Seite standen. Auch die Drohne, die uns über das gesamte Jubiläum hinweg aus luftigen Höhen begleitete, stand im Dienste dieses Projektes und lieferte spektakuläre Aufnahmen.

Doch nicht nur das Filmen gehört dazu, wenn man einen Film zur Dokumentation produziert. So wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Projektes fleißig geschnitten, nachbearbeitet und mit audiovisuellen Effekten gearbeitet.

Präsentiert wurden einige der Arbeitsergebnisse schon am Samstag auf dem Familienfest in der Aula. Nach den Ferien wird es dann den kompletten Film geben.

(JH)

Polen-Austausch: „Feste feiern wie sie fallen“

Seit 6 Jahren findet bereits jährlich der Polenaustausch, betreut und organisiert von Frau Brunke, statt. In einem Jahr besucht eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern unsere Partnerschule im polnischen Posen (Poznań) und im folgenden Jahr besucht eine polnische Gruppe das Werner. Dieses Jahr war das Werner wieder Gastgeber, dieser interkulturellen Begegnung. Das diesjährige Motto lautete: „Feste feiern wie sie fallen“, was sich auf das Jubiläum bezog

Passend zum Schuljubiläum reisten die polnischen Schülerinnen und Schüler am Donnerstag (26.09.) an. Am Vormittag, bevor die polnische Gruppe das Werner erreichte, bereiteten die Schülerinnen und Schüler das Backen der für Posen traditionellen Martinshörnchen vor. Hierzu gab es, typisch Deutsch, Kartoffelsalat mit Würstchen. Anschließend gingen alle in die Familien, um sich von der anstrengenden Reise zu erholen.

Am Freitag wurde vormittags gemeinschaftlich die Goslarer Altstadt erkundet. Hierbei wurde auch das Siemens-Haus besichtigt. Ansonsten war der Rest des Tages zur freien Gestaltung vorgesehen. Jedoch ging es für die meisten zum Jubiläumskonzert.

Zum Hoffest am Samstag präsentierte sich das Projekt mit den zum Sankt-Martins-Tag traditionellen Martinshörnchen. Die Hörnchen sind eine regionale Spezialität aus Posen und von der UNESCO geschützt. Sie dürfen eigentlich nur von Bäckern aus der Region mit Zertifikat hergestellt werden.

Am Montag (30.09.) saßen die Teilnehmer ein letztes Mal gemeinsam am Tisch und frühstückten gemeinsam, schrieben Briefe an ihr zukünftiges Ich und dann hieß es auch schon schmerzhaft Abschied nehmen. Abschied nehmen von neuen und lieb gewonnen Freunden – trotz der sprachlichen Barriere. Bevor es nächstes Jahr wieder nach Polen geht und sich vielleicht einige alte Bekannte wiedersehen.

Raum der Vielfalt

Vielfalt – in den letzten Jahren am Werner ein großes Thema. Die Schule erhielt bspw. die Auszeichnungen Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage. Aber auch Arbeitsgemeinschaften, wie die Vielfalt-Leben-AG, laufen am Werner. Passend dazu gab es auch ein Projekt von Frau Lissy.

Durch Mitmachaktionen sollte mit den Besucherinnen und Besucher in Dialog getreten werden, um auch etwas über ihre Erfahrungen von Diskriminierung zu ihrer Zeit insb. auch am Werner zu erfahren. Außerdem wollten die Schülerinnen und Schüler herausfinden, wie die Menschen Diskriminierung überhaupt empfinden und für sich definieren. Dafür hängt zum einen ein Zeitstrahl an der Wand, zu dem Ehemalige ihre Erfahrungen von Diskriminierung auf einem Zettel hängen konnten. Dadurch soll deutlich werden, wie sich die Vielfalt am Werner über die Jahre verändert oder vielleicht auch nicht verändert hat.

Auf dem Boden vor dem Raum gab es ein Barometer, welches als Endpunkte die Begriffe Diskriminierung und keine Diskriminierung hatte. Dazu konnten die Besucherinnen und Besucher Folien, auf welchen verschiedene Situationen geschildert wurden, platzieren. Beispiele war u.a. die Mittagsverpflegung einer Ganztagsschule. Ist es diskriminierend, wenn nicht immer drei verschiedene Menüs angeboten werden? Oder ist es diskriminierend, wenn zu einem Fußballturnier aller Mittelschulen der Stadt eine Schule ein Team sucht und dabei jedoch nur Jungen auffordert, daran teilzunehmen? Diese verschiedenen Situationen mussten dann von den Besuchern den Endpunkten in verschiedenen Abstufungen zugeordnet werden. Daraus entstanden interessante Diskussionen.

An der Pinnwand von Raum 111 wurden Begriffskärtchen aufgehangen, welche verschiedene Begriffe für die Besucherinnen und Besucher erklären sollen, wie zum Beispiel Gay, Lesbian, Transsexuell, Intersexuell etc. Auch die Flaggen der LGBTIQ*+-Community wurden erklärt und aufgehangen.

An der Pinnwand im Glasgang wurden die verschiedenen Definitionen von Schönheit und Vielfalt der Besucherinnen und Besucher gesammelt. Und zwar stand die eine Hälfte unter dem Thema „Schönheit ist für mich…“ und die andere Hälfte unter dem Thema „Vielfalt ist für mich…“. So konnten sich Besucherinnen und Besucher hier ein Kärtchen nehmen und anonym ihre Definition von Vielfalt und/oder Schönheit aufschreiben und dazu hängen.

(JH)

Philosophie zum Anfassen

In diesem Projekt von Frau Menge klären die Schülerinnen und Schüler philosophische Begriffe und deren Zusammensetzung. Um dieses Wissen auch den Besucherinnen und Besuchern des Festes zu präsentieren, werden in diesem Projekt fleißig Begriffsmoleküle aus Styroporkugelnspießen und Farbe gebastelt.

Aber auch philosophische Fragen der jüngeren Schülerinnen und Schüler sollen geklärt werden, so haben diese kleine Postkarten mit philosophischen Fragen geschrieben. Diese wurden dann vom Oberstufenkurs Werte und Normen beantwortet und an die Kleineren mit Antwort zurückgegeben. Es fiel auf, dass es viele Fragen im Bezug auf Leben und Tod gab, aber auch aktuelle Themen, wie der Umweltschutz, standen im Fokus.

(JH)

Stand der Religionen

Religionen – die meisten Menschen in Deutschland sind einer Religion angehörig. Es gibt viele verschiedene Religionen. Wo liegen bei diesen die Unterschiede? Warum glauben wir an diese? Was ist typisch für die einzelnen Religionen? Aber vor allem: Was haben sie gemeinsam? 

Dies sind nur wenige der Fragen, mit denen sich das Projekt „Stand der Religionen“ von Frau Gebhardt, beschäftigt. Hierfür beschränken sie sich jedoch auf die drei großen Religionen Judentum, Buddhismus und Christentum, da die Zeit leider keine breitere Fächerung zulässt.  Eine Mitmachaktion am Samstag soll den Besuchern die Fragen näher bringen und auch für Akzeptanz unter den Religionen sorgen. Eine Erkenntnis des Projekts ist, dass doch alle großen Religionen doch nur Dasselbe wollen: dem Menschen humane Werte und Normen vermitteln.

(JH)

Mathematik zum Anfassen

Mathematik – ein Dorn im Auge vieler Schülerinnen und Schüler. Außerdem wird Mathematik von vielen als trocken, langweilig und realitätsfremd wahrgenommen.  Diese Einstellung wollen Frau Salzwedel und Herr Heiler durch Begeisterung ersetzen. Dafür bringen sie den Schülerinnen und Schüler durch Tricks und Basteln die Mathematik näher. Sie basteln komplexe geometrische Körper aus Papier und Pappe, wie zum Beispiel Bälle aus lauter kleinen Polygonen. 

Fürs Leben lernen die Schülerinnen und Schüler bei den beiden auch etwas. Beispielsweise erfahren sie, wie Trickbetrüger mit Kartentricks arbeiten. So fallen sie nicht darauf herein und können sie vielleicht auch mit ihren eigenen Mitteln schlagen. Ganz besonderen Anklang fand auch der Zauber mit Zahlen, wie die Schülerinnen und Schüler gleich begeistert erzählten. Durch diesen Zaubertrick können die Schülerinnen und Schüler nun aus zwei Ziffern eine sechstellige Zahl schaffen, die immer durch sieben teilbar ist und zwar ohne Rest.

Auch die Geheimnisse auf kleinen Zettelchen die durch den Unterrichtsraum gereicht werden sind nun sicher vor den Lehrkräften und auch neugierigen Mitlernenden. Durch eine kleine Drehscheibe und die Cäsar Verschlüsselungsmethode sind die Nachrichten nun für unwissende quasi unlesbar.

(JH)